Allgemein

Am kommenden Wochenende findet das 201. Leipheimer Kinderfest statt. Die Freiwillige Feuerwehr Leipheim ist auch wieder dabei. Mit der Feuersicherheitswache auf dem Festplatz und der Absicherung der Umzüge wird es für uns neben dem normalen Einsatzgeschehen wieder ein arbeitsreiches Wochenende.

Auf Grund der Kinderfestumzüge kommt es am Sonntag 08.07.18 und Montag 09.07.18 zu kurzzeitigen Straßensperrungen im Stadtgebiet Leipheim. Eine Umleitungsstrecke ist eingerichtet. Die verkehrsregelnden Maßnahmen werden durch die Feuerwehr durchgeführt. Bitte folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte unbedingt und haben Sie Verständnis dafür, dass Sie an einer Absperrung warten müssen. Die Sicherheit der Umzugsteilnehmer hat einfach Vorrang.

Nun noch etwas in eigener Sache. Bitte behandeln Sie die Einsatzkräfte genau so wie Sie es erwarten, dass man Sie behandelt. Es bringt nichts die Einsatzkräfte anzuschreien, zu beschimpfen oder zu beleidigen! Die Leute machen nur ihren Job.

In diesem Sinne wünscht die Freiwillige Feuerwehr Leipheim allen Besuchern aus Nah und Fern viel Spaß auf dem Kinderfest 2018.

WIR FÜR LEIPHEIM

Mehr Allgemeine Informationen zum Kinderfest erhalten sie unter

www.leipheim.de

oder bezüglich der Straßensperrungen während der Umzüge unter

www.myheimat.de

Quelle des Bildes: BSAktuell

Die Kunden des V-Marktes in Leipheim haben an die Freiwillige Feuerwehr Leipheim gespendet. Im vergangenen Jahr hatten die Kunden die Möglichkeit ihre Leergutbons direkt am Leergutautomaten in eine Spendenbox zugunsten der Freiwilligen Feuerwehr Leipheim zu werfen. Das Bild entstand bei der Übergabe der Spenden und zeigt von links Marktleiter Herrn Siegel, die Jugendwartin der Freiwilligen Feuerwehr Leipheim Frau Anja Schmitz und den Kommandanten Martin Schmitz. Die Feuerwehr Leipheim bedanke sich recht herzlich bei allen die gespendet haben.

In der vergangenen Wochen nahmen 4 Kameraden der Absturzsicherungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Leipheim am Lehrgang „Anwendung des Gerätesatz Absturzsicherung“ in Garmisch – Partenkirchen teil. Der Lehrgang teilt sich in einen theoretischen Teil, der aber nur einen kleinen Teil des 3-tägigen Lehrgangs in Anspruch nimmt und einen praktischen Teil, der den Großteil der Zeit des Lehrgangs in Anspruch nimmt.

Folgende Ausbildungsinhalte wurden vermittelt:

Theoretische Inhalte:
– Rechtsgrundlagen
(FW-Dienstvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften)
– Material- und Gerätekunde 

Praktische Inhalte:
– Umfangreiche Einweisung in die Arbeit mit dem Gerätesatz Absturzsicherung
– Einrichten von Anschlagpunkten
– Sicherungstechniken
– Einsatztechniken/-möglichkeiten und Einsatzvarianten
– Selbstretten durch Abseilen
– Sicherheitsaspekte im Einsatz und bei Übungen

Nach dem theoretischen Teil ging es dann für die Teilnehmer in die Übungshalle, um praktisch mit dem Gerätesatz Absturzsicherung zu arbeiten. Knoten und Stiche, Selbstsicherung, Sicherungsübungen über Umlenkung (Körpersicherung und Fixpunktsicherung), Vorstiegsicherung, Begehen von Seilen und Gitterkonstruktionen, sowie ein Parcours wurden durchgeführt. Dies kostete so manchem Teilnehmer Überwindung, aber auch Schweißperlen auf der Stirn und am nächsten Tag einen Muskelkater in bis dahin unbekannten Regionen des Körpers.

Dieser Lehrgang ist für die Mitglieder der Absturzsicherungsgruppe eine unerlässliche Ausbildungseinheit. Sieht man die Komplexität der Einsätze, bei denen die Absturzsicherer zum Einsatz kommen, muss eine ständige Aus- und Weiterbildung eines jeden Einzelnen erfolgen, um Sicherheit im Umgang und die Einsatzmöglichkeiten des Gerätesatzes Absturzsicherung zu kennen.

 

Copy%20of%20IMG_1485.tifSeit 1945 suchte die Feuerwehr Leipheim nach ihrer ersten Vereinsfahne. Jahrzehntelang vergebens. Bis vor wenigen Tagen ein Paket aus Amerika eintraf. Ein Rätsel muss nun allerdings noch gelöst werden.

Das Paket war vier Wochen lang unterwegs, abgeschickt in Colorado Springs in Amerika. Frankiert ist es mit 77 Dollar. Anfang Mai ist es endlich an seinem Zielort eingetroffen: Leipheim. Empfänger ist die Feuerwehr. Gerätewart Martin Gräss ist der Erste, der das Paket in Händen hält. „Ich habe den Absender gesehen und eine Gänsehaut bekommen. Ich wusste sofort, was darin sein muss.“ In dem Paket befand sich eine alte Fahne, genauer gesagt die erste Vereinsfahne der Feuerwehr Leipheim, die seit 1945 verschollen war. 73 Jahre später ist sie nach Hause zurückgekehrt.

„Damit hat keiner von uns gerechnet“, sagt der Vereinsvorsitzende Martin Stark. Immer wieder hat der Verein Suchaktionen gestartet, hat die amerikanische Regierung angeschrieben, um Informationen zu erhalten. Alles vergeblich. „Wir wussten, dass sie irgendwo in Amerika sein muss. Aber wir hatten keine Anhaltspunkte.“ Bis 1945 hing die Fahne in der damaligen Gaststätte zum Bären. Als die US-Armee im April 1945 die Stadt einnahm, verschwand die Fahne. 73 Jahre später konnte jetzt geklärt werden, wohin sie damals gebracht worden ist. Und die Fahne hat einen langen Weg hinter sich, wie der Vereinsvorsitzende mittlerweile herausgefunden hat. Oberstleutnant J.H. Seay, Zugführer des 254. Infanterieregiments, ließ sich die Fahne mit seinen persönlichen Sachen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA schicken. Seay wurde mehrfach versetzt. Die Fahne hatte er immer im Gepäck – von Louisiana, über mehrere Stationen in Texas bis nach Colorado Springs. Irgendwann in den 1970er-Jahren ist Oberstleutnant J.H. Seay gestorben, sein Enkelsohn hat die Fahne gewissermaßen geerbt und nun zurückgeschickt.

Die Fahne hat viel mitgemacht

In einem Brief an die Feuerwehr Leipheim, übrigens in sehr gutem Deutsch formuliert, schreibt er, dass sein Großvater zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Leipheim stationiert war. „Wenn Sie die Fahne nicht behalten oder wiederherstellen wollen, dann bitte sie an ein örtliches Museum schenken“, steht in dem kurzen, maschinengeschriebenen Brief, der dem Paket beilag. Und weiter: „Es tut mir Leid wegen der Kondition.“ Tatsächlich sieht man der Fahne an, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten viel mitgemacht hat. Auf der weißen Seide sind rote Verfärbungen zu sehen. Risse durchziehen die Fahne, ein Teil des oberen Deckstoffes fehlt leider ganz. Martin Stark ist mittlerweile im Kontakt mit dem Absender. Von ihm hat er erfahren, dass die Fahne all die Zeit in einem Spint aufbewahrt worden ist. In den 1970er-Jahren fiel sie allerdings einem Wasserschaden zum Opfer. „Auslöser war eine defekte Duschkabine. Der Wasserschaden wurde sehr spät entdeckt“, erklärt Stark. Restaurieren kann man die Fahne nicht mehr, dafür ist sie zu stark beschädigt. „Wir müssen jetzt sehen, was mit ihr passiert. Wir sind auch im engen Kontakt mit der Blauen Ente“, sagt Gerätewart Martin Gäss. Für eine dauerhafte Ausstellung in dem Museum sei die alte Fahne aber nicht geeignet. „Die Lagerung ist nicht einfach.“ Am besten wäre es, die Fahne eingerollt und im Dunkeln zu lagern.

Und dennoch: Die Freude über die zurückerhaltende Fahne, können die Verantwortlichen der Feuerwehr kaum in Worte fassen. „Die Fahne ist eine alte Historie unseres Vereins, sie verbindet uns“, sagt Martin Gräss. Bei allen Großveranstaltungen, Beerdigungen und Hochzeiten war die Fahne immer mit dabei. „Für mich ist es eine Ehrerbietung, so ein altes Stück wieder hier zu haben. Auch in Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder“, sagt Martin Gräss.

Die Oberschicht der Fahne ist aus reinster Seide, die aufwendigen Verziehrungen sind handgestickt, zum Teil mit einem Metallfaden durchzogen, der bereits oxidiert. Auf der Rückseite befindet sich das Stadtwappen – allerdings thront obenauf noch eine Krone und die Stadtfarben fehlen. Das Wappen ist in Goldtönen gehalten. Vorne prangt unter dem Schriftzug der Feuerwehr eine Jahreszahl und diese ist es, die im Moment noch Rätsel aufgibt.

Wie alt ist die Fahne?

Denn ist eine der Ziffern nun eine Null oder eine Sechs? „Wir wissen nicht, wie alt die Fahne ist“, sagt Vorsitzender Martin Stark. 1807 oder 1867 – beide Jahreszahlen sind möglich und beide kommen in der Geschichte der Feuerwehr Leipheim vor. 1865 wurde der Verein offiziell gegründet – gut möglich, dass zwei Jahre später die Fahne dazu kam.  Doch schon viel früher gab es in Leipheim einen Zusammenschluss von Freiwilligen, die bei Bränden ausrückten. Sie hatten 1807 schon den ersten Spritzenwagen. Ist die Fahne also bereits älter als der Verein? In den nächsten Wochen soll die Fahne genauer untersucht werden, dann soll dieses Geheimnis gelöst werden. So oder so, in Leipheim dominiert im Moment die Freude darüber, dass ein altes und wichtiges Erinnerungsstück der Vereinsgeschichte nach so vielen Jahren „nach Hause zurückgekehrt ist“, wie es Martin Gräss auf den Punkt bringt.