Auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Leipheim ist wieder ein Blindgänger entdeckt worden. Ein Kampfmittel-Experte ist sich sicher: Dort wird noch mehr zu finden sein.
Seit zwölf Tagen suchen Mitarbeiter der Kampfmittelräumungs-Firma Terrasond ein knapp sechs Hektar großes Gelände in der Nähe des Museums auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Leipheim ab. Gefunden haben Feuerwerker Roger Flakowski und seine Kollegen bereits Infanteriemunition, leeren Sprengstoff und Stabbrandbomben. Am Donnerstagmittag war es dann doch eine größere Entdeckung: eine 250-Kilo-Fliegerbombe der Amerikaner lag da im Boden.
Daraufhin lief die Maschinerie an. Die Feuerwehr sperrte die umliegenden Straßen, darunter auch die Verbindung zwischen Leipheim und Günzburg. In einem Umkreis von rund 500 Metern musste die Polizei die Mitarbeiter der umliegenden Firmen in Sicherheit bringen. Gegen 14.30 Uhr begannen die Experten des alarmierten Sprengkommandos aus München, die Bombe mit ihren zwei Zündern – „die sind Standard“, sagt Roger Flakowski dazu – zu entschärfen. Gut 20 Minuten später kam die Entwarnung: Bei der Entschärfung gab es keine Probleme. Die Sperrungen konnten wieder aufgehoben werden, die Mitarbeiter der Firmen kehrten an ihre Arbeitsplätze zurück, Polizei und Feuerwehr rückten ab. Der Einsatz hat nicht lange gedauert.